Ausflug in den Bergwerkstollen Käpfnach in Horgen
Die Robotics Freaks und Systemintegratoren besuchten anlässlich der Plenar-Versammlung am 28. Juni 2011 das Bergbaumuseum im Braunkohlenbergwerk Käpfnach und liessen sich in die Welt der Bergwerkleute aus den Mittelalterlichen Anfängen, um 1548, zurück versetzen.
Die Besichtigung des Bergbaumuseums, eingerichtet im ehemaligen Kohlenmagazin aus dem Jahre 1785, vermittelte den Teilnehmern einen ersten Eindruck der Instrumente und Werkzeuge mit welchen unsere Vorfahren arbeiten mussten. Das Bergbaumuseum wurde am 4. Dezember 1989 feierlich eingeweiht und heisst seine Besucher nun herzlich willkommen.
Im 80 m2 grossen Museum gibt es verschiedene Schaufeln zur Geschichte des Bergbaus, Ausstellungsstücke zur Geologie der Kohle und ihrer Begleitschichten, Versteinerungen, Dokumente, Pläne und viele Werkzeuge zu bestaunen. Ein vom Bergwerkführer kommentierter Originalfilm aus dem Jahre 1943 rundet den Besuch im Museum ab.
Unter kundiger Führung stiegen wir nach Aufsetzen der Helme in die Stollenbergwerkbahn. Mit einem etwas mulmigen Gefühl der Teilnehmer, setzte der Führer die Wagenkombination in Gang und los ging’s in die zum Teil sehr engen Stollen.
Was für ein Anblick! Im alten Bergwerk hat hauptsächlich der Stollendienst seit 1983 in harter Fronarbeit etwa 1.4 km Stollenlänge von Schutt und Mergel befreit. Danach wurde Elektrizität installiert und die Geleise für die Bergwerkslok verlegt. Die Besucher können hier sowohl Kohlenschicht als auch Abbauschlitz kennen lernen. Insgesamt ein unglaublich interessanter Einblick in die schwere Arbeit der ehemaligen Bergleute und in die Entstehungsgeschichte der ca.16 Millionen Jahre alten Kohle.
Wir machten einen Halt im Innern des Stollens und zu Fuss ging’s durch die engen Gänge. Dann löschte unser Führer das Licht aus und wir standen alle nur noch im Scheine einer ungefähr 140 Jahre alten Karbidlampe da.
Wir versetzten uns in die Lage eines Bergwerkarbeiters zur damaligen Zeit, welche wahrlich unbequem war. Seitlich liegend in einer Grube von 50 cm Höhe, arbeitend mit Schaufel und Pickel, im Dunkeln nur von schaudernden Schatten umgeben. Diese Gefühle versetzten uns alle andächtig und kopfschüttelnd in Staunen. Wie konnte Man(n) das nur aushalten, 8 Stunden am Tag so zu arbeiten, ohne die geringsten Annehmlichkeiten wie sanitarische Einrichtungen oder warme Verpflegung. Unvorstellbar für uns alle, was diese Leute für Strapazen litten.
Nach dieser doch sehr eindrücklichen Reise in die Vergangenheit, ging die Bahnfahrt weiter zum nächsten Haltepunkt. Von zwei sehr freundlichen Damen, angestellt vom Bergwerkverein, wurden wir mit einem guten Most und diversem Gebäck versorgt. Dazu erzählte uns der Bergwerkführer weitere, sehr interessante Details aus der Vergangenheit mit eindrücklichem Anschauungsmaterial.
Manch einem von uns blieb das Brot im Hals stecken ob den Ausführungen über die Art und Weise der Arbeitsweise unserer Vorfahren!!
Beim Ausgang des Bergwerkstollens begrüsste uns die Abendsonne – was für ein Gefühl nach so einem Abenteuer! Tief beeindruckt haben wir uns dankend vom Bergwerkführer verabschiedet, nicht ohne angeregte Diskussionen über das eben Erlebte zwischen uns, den Besuchern.
Bleibende Eindrücke, die uns daran erinnern (sollten), wie gut wir es haben in der heutigen, mechanisierten Welt.
Ist doch alles selbstverständlich… oder nicht?
Werner Erismann
Präsident Sektion 42
Robotics & Automatisierungssysteme
Roboter sind zu Filmstars geworden...
Hollywood-Blockbuster stellt ABB-Roboter breitem Publikum vor
Im neuen Hollywood-Blockbuster „Terminator: Die Erlösung“ sind neben Filmstars wie Christian Bale auch 18 ABB-Roboter zu sehen. Die Roboter stellen in der jüngsten Fortsetzung der bekannten Terminator-Reihe einen Teil eines Automationssystems dar, das von einem fiktiven Computersystem kontrolliert wird. Dieses will Terminatoren in Massenproduktion herstellen. Mit Hilfe von Spezialeffekten stellen hierzu zwölf ABB-Roboter vom Typ IRB 6620 sowie sechs Roboter vom Typ IRB 1600 eine schier endlose Fertigungslinie für Terminatoren in einer Fabrik dar.

Aufgrund des umfassenden Roboter-Portfolios von ABB haben sich die Filmemacher für die Zusammenarbeit mit ABB entschieden und mit der Division Robotik die Modelle ausgewählt, die für die Aufgaben im Film am besten geeignet waren. Die Filmproduzenten waren von der Stärke und Robustheit der IRB 6620 Roboter und der Wendigkeit der wandmontierten IRB 1600 Roboter von ABB überzeugt.
„Am stärksten von allen auf dem Markt verfügbaren haben uns die ABB-Roboter beeindruckt, besonders die größeren Modelle“, berichtet Oscar-Preisträger Victor Zolfo (Set-Dekoration). „Diese hatten die Linienführung, nach der wir suchten, und sie erweckten den Eindruck, dass sie tatsächlich Terminatoren produzieren könnten.” Ein Team von ABB-Außendienstmitarbeitern war am Set mit der Installation, Programmierung und Bedienung der Roboter beschäftigt. Jeder Roboter wurde von ABB für jede einzelne Szene präzise programmiert. „Mit dem ABB-Programmiersystem konnten die Roboter in einer Art und Weise agieren, die unsere Erwartungen noch übertraf“, schwärmt Zolfo. Die Roboter hätten in der Schlussszene, zugleich Höhepunkt des Films, eine entscheidende Rolle gespielt.
„Wir freuen uns, unsere Roboter in der Fortsetzung einer solch bekannten Reihe zu sehen. Die Produzenten profitierten dabei von dem reichhaltigen technischen Know-how von ABB“, sagt Heinz Gerteiser, Leiter Robotics Zentraleuropa. Die Filmemacher seien sehr davon beeindruckt gewesen, was ABB-Roboter auch schon heute in der realen Welt leisten.
So wird beispielsweise der Traum, dass Roboter dem Menschen aufs Wort gehorchen, bei ABB langsam Wirklichkeit. ABB hat eine neue Programmiermethodik entwickelt, die auf intuitive Art und Weise Steuerungsprogramme für Roboter generiert. Der Benutzer führt hierbei den Roboter durch Anfassen und Sprachbefehle schrittweise durch einen beliebigen Prozess und die Steuerungssoftware setzt das in ein Programm um.
Auch die Mensch-Roboter-Kooperation eröffnet interessante neue Möglichkeiten: Mittlerweile können und dürfen Roboter beispielsweise in der Automobilfertigung in unmittelbarer Nähe von Menschen sicher betrieben werden. Hier ist ABB mit der Robotersteuerung IRC5 mit der Option SafeMove technologisch führend. Sie erlaubt die Bewegungsüberwachung des Roboters. Die Ergonomie von Arbeitsplätzen in der Montage kann so durch Einsatz von Robotern verbessert werden.
www.abb.com
ABB Robotics
Terminator Salvation
Filmausschnitte mit ABB Robotern: